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genau nobody 2016-07-27 15:13:35
kili, das sind sehr gute Fragen. Ich werde bei Gelegenheit mal einen neuen Thread aufmachen, der ganz bewusst die Formulierung "taktischer Crash" vermeiden wird, denn eigentlich geht es darum, welche Arten von Zügen "verpönt" oder "unerwünscht" sind, und welche Arten von Zügen als "genial" einzustufen sind.
Das ist zum Teil unabhängig davon, ob man crasht oder nicht.
Gruß, nobody

Noch zwei Fragen kili 2016-07-26 20:28:01
1. Was ist, wenn ein Spieler so faehrt, dass er von anderen Spielern mit
sehr hoher Wahrscheinlichkeit oder mit Sicherheit zu einem fuer ihn
guenstigen Crash gezwungen wird?

2. Was ist, wenn bei einem Team-Spiel ein Spieler einen anderen
Spieler des eigenen Teams zu einem fuer ihn guenstigen Crash zwingt?

Ciao,

-- kili

einer geht noch ... Mippi 2016-07-25 23:06:59
Ich schreib auch einfach mal noch was, obwohls zu spät ist ... also für mich ist ein taktischer Crash, wenn man daraus einen Vorteil erzielt, wie er ja wohl auch definiert ist.
Wenn man also jemand zum crashen zwingt (und damit zusätzlich blockt) und dabei selber crasht, dann macht man das ja, weil man sich einen taktischen Vorteil erhofft (sei es nun weil man einen Zug aufholen will, jemand daran hindern will zu gewinnen oder weil man eben damit an jemanden vorbei zieht), ergo: es ist ein TC.
Da dieser bei besagten Spielen verboten ist, macht das genau das aus, was du versuchst gleichzustellen nobody. Jemanden abdrängeln und dabei selber nicht zu crashen, ist taktisch gut gefahren und endet nicht in einem Crash, somit erlaubt.
TC ist aus meiner Sicht immer auf sich selbst bezogen, man kann aber jemanden anderes taktisch crashen lassen, ist dann halt sein Pech, aber nur wenn du selber nicht crashst.
Also ich finde das gerade total logisch :)

bg Mippi

wolle 2016-04-01 13:04:48
War lange nicht im Forum, daher kommt meine Meinung später:
Ich bin der Meinung, wenn TC erlaubt ist darf ich crashen, egal ob ich andere damit mitnehme oder nicht.
Wenn TC verboten ist darf ich nicht crashen, es sei denn, alle meine Bremsfelder sind belegt. Ich darf mich anderen in den Weg stellen, die dadurch (nicht taktisch) crashen.

Fazit nobody 2016-03-22 21:06:19
Da hier offensichtlich niemand mehr weitere Meinungen aeußert, ziehe ich mal mein Fazit. In "normalen" Spielen mit "TC verboten" werde ich keine TCs im Sinne der Definition des wiki machen (das entspricht meinem Typ A), solche vom Typ B sind aber nach dieser Definition nicht verboten, und wenn sich eine solche Gelegenheit bietet, werde ich sie nicht auslassen. Kam bisher in meinen 14,125 Jahren Karopapier genau ein einziges Mal vor.

Einige Spieleserien interpretieren TC als "freiwilliger Crash", falls es solche Regeln gibt, werde ich mich wohl oder übel dran halten müssen. Jeder bestimmt die Regeln seiner Serie.

Gruß,

nobody

danke fuer Eure Beitraege nobody 2016-03-12 23:27:44
Hallo CarpeNoctem und ihr anderen Diskutierer/innen,

CarpeNoctem, erstens habe ich diese Regel so als Regel formuliert nicht gefunden, tut mir leid. Im wiki zum Beispiel steht (oder zumindest stand bis vor kurzem) noch meine Definition von "Crash Typ A" unter Taktischer Crash.

Zweitens ist diese Regel nicht von Didi gemacht. Ich unterstelle ihm mal, dass es ihm relativ egal ist, was fuer "Vereinbarungen" wir hier unter uns treffen, solange es friedlich zugeht und wir alle unseren Spielspass haben.

Ich moechte mit diesem Thread anregen, die Regel, oder zumindest das, was hier viele ungeschriebenerweise darunter verstehen, zu aendern! Weil sie keinen Sinn ergibt und nicht im eigentlichen Sinne des Karorennsports ist.

Embrace Change! Die Welt um uns herum ist in dauerndem Wandel begriffen, so auch die Regeln des Karorennsports, denn die Fahrer gewinnen durch Diskussionen wie diese neue Erkenntnisse und sehen, dass Crashs vom Typ B nichts mit Billardkugelrennen zu tun haben, sondern das Salz in der Suppe des Rennfahrens auf Kaestchenpapier darstellen.

[[ So hatte ich mir das naiverweise vorgestellt, aber ich bin der einzige, der das so sieht, wie es aussieht... ]]

Schade, nobody

mein halber Cent dazu CarpeNoctem 2016-03-12 11:53:49
Erstmal zu nobodys inzwischen mehrfach gestellter Frage:

wieso sich "in den Weg stellen um zu gewinnen" erlaubt ist, wenn man dabei selbst nicht crasht, und verboten ist, wenn man dabei selber auch crasht.

Weil per Regel das vorsätzliche Crashen in normalen Spielen verboten ist. Über Regeln kann man natürlich diskutieren, aber sie sind nunmal da ;-)
Sobald ein Crash erzwungenermaßen nicht mehr vermeidbar ist, finde ich es auch nur fair, dass man sich den "Ort des Einschlages" selber aussuchen darf, da man am Einschlag selber sowieso nichts mehr ändern kann.

Ob und inwieweit man über den Begriff "TC" = taktischer Crash diskutieren muss, kann ich nicht sagen..aber solange man Zufi zuhilfe nehmen muss, um sich in einen Crash abdrängen zu lassen, der einem selber einen Vorteil bringt, ist der Crash für mich nicht mehr taktisch.

Sly 2016-03-11 10:22:26
Es muss nicht für alles einen rationalen Grund geben. Für mich heisst eben:
TC erlaubt: Ich darf auch auf rote Felder fahren.
TC verboten: ich fahre nur auf weiße Felder. Rot ist Tabu, außer ich lande dabei im Ziel.
Dabei ist es für mich völlig egal ob ich dabei wen abdrängen, crashen oder sonstiges tun lassen könnte.

Ich würde einfach mal sagen , und das hat Diddl gemacht

genau nobody 2016-03-11 08:49:21
quabla, das wollte ich auch grade schreiben. Und auch die Aussasge, dass durch Crashen erlaubt/verboten die Karte einen anderen Charakter bekaeme zeigt, dass er den Punkt nicht verstanden hat. Ich will nicht beliebige Crashes erlaubt sehen, sondern frage nur, wieso sich "in den Weg stellen um zu gewinnen" erlaubt ist, wenn man dabei selbst nicht crasht, und verboten ist, wenn man dabei selber auch crasht.

quabla 2016-03-11 08:40:49
ari schreibt:
> Aber nochmal zurüch zur Realität mit den Autos: als der Schumacher den Hill abräumte, und dadurch beide aus dem Rennen ausschieden ... so sicherte Schumi seine Weltmeisterschaft ab. Boah, ist das Übel!

schlechte Analogie, denn es waere genauso uebel gewesen, wenn Schumi den Hill so von der Strecke geschubst haette, dass er selber weiterfahren kann.

aristarch 2016-03-10 23:35:20
Nobody, ich denke Didi hat es doch erklärt: man stellt sich ein Auto vor, und mit dem ist es nicht schicklich zu crashen. Es ist sogar so verpönt, dass es gar verboten ist.
Stimmt, es ist mehr eine Ansichtsache, und keine pure rationalistische Begründung.

Wenn dir das nicht reicht, dann siehe es doch einfach als Spieloption, so wie den Richtungsmodus (warum sollte man nicht andersrum fahren?) oder die CPs an/aus. Durch Crash erlaubt/nicht erlaubt wird die gleiche Karte plötzlich zu einen ganz anderen Rennen. Mehr Varianten sind doch prima.

Aber nochmal zurüch zur Realität mit den Autos: als der Schumacher den Hill abräumte, und dadurch beide aus dem Rennen ausschieden ... so sicherte Schumi seine Weltmeisterschaft ab. Boah, ist das Übel! So etwas wollen wir hier doch nicht.    

Steuer-Recht Kindergärtnerin 2016-03-10 19:46:05
Wahrscheinlich hat man sich beim Aufstellen der Crash-Regeln am deutschen Steuer-Recht orientiert... Im Bemühen, es allen so recht wie möglich zu machen iste in unübersichtlicher Vorschriftsdschungel entstanden, den eigentlich kein Schwein mehr blickt...

jaaaaaaaaaa, aber schau doch mal meine Frage an nobody 2016-03-10 10:30:51
Hallo Didi, ich haette gerne 3 Senft von Dir gehabt und der/die/das dritte wäre eine Antwort auf die Frage gewesen, warum ein Zug, der einen Mitspieler vor die Wand schickt (was dem ja so weh tut) erlaubt ist, wenn ich dabei nicht vor die Wand fahre und verboten wird (bzw. verboten werden können soll durch ein wie auch immer genanntes Flag) , wenn ich dabei selbst vor die Wand fahre.

Was ist dafuer die Erkärung oder Begründung, denn der Effekt für den armen Mitspieler ist ja nun wirklich derselbe.

Ich will nicht wissen, wie Ihr alle das "taktisch" interpretiert und versteht, sondern was aus Eurer Sicht eine Begründung dafür ist, daß "in den Weg stellen" erlaubt ist, wenn ich dabei auf der Piste bleibe und verboten (können) werden sollte, wenn ich dabei selbst crashe.

Das ist der Punkt.

und ich werde nicht locker lassen, bis ich einen Grund dafür genannt bekomme... Meine Vermutung ist: es gibt keinen.

Gruß,

nobody

Meine zwei Senft Didi 2016-03-10 10:12:19

Didi stellt sich immer kleine Rennautos vor, die auf einer grau geteerten Rennstrecke im Kreis fahren.
Die Männchen, die da drin sitzen, mögen es gar nicht, wenn sie gegen/auf die Wiesenwand fahren und zurückgesetzt werden, weil das weh tut.

Von daher ist meine Interpretation:

Ich versuche immer und ständig, einen Crash für das arme Männchen zu vermeiden.
Wenn es aber nicht anders geht, weil mir einer auf dem Bremspunkt rumsteht, den ich brauche und es scheppert, dann macht's ZZZ ,ich sitz woanders und fahre von dort weiter so gut ich kann.

Wenn "TC an" ist, dann darf man nach meiner Interpretation auch gezielt auf ein Feld ziehen, das zum Crash führen wird, wenn es vermeidbar gewesen wäre - aber eben nur dann.

D.h. für micht hat dieses "Taktisch" eigentlich keine Bedeutung, sondern es wäre eher ein "Absichtliches Crashen" verboten oder erlaubt.

Das deckt sich nach meinem Verständnis mit den (naiven?) Ausführungen der Kigärin und dem quabla.

:)idi

dito nobody 2016-03-10 09:46:41
und ich meinen, bevor ich Deinen Nachtrag gesehen habe, beim Forum gibt es halt keinen automatischen Update, mal gespannt, wie es weitergeht,
nobody

völlig unlogisch!! nobody 2016-03-10 09:27:59
quabla, danke fuer Deinen Beitrag, aber das ist doch völlig unlogisch. Wenn ich einen "normalen Zug" mache, der für andere einen Nachteil hat, ist es erlaubt, aber wenn ich einen Crash mache, der für andere denselben Nachteil hat, ist es verboten??? Warum sollte das eine erlaubt und das andere verboten sein???

Bitte, kann mir das jemand erklären? Und bitte eine Erklärung ohne den Begriff "taktischer Crash", der ist unscharf und nicht eindeutig, jeder versteht etwas anderes darunter.

Gruß,

nobody

kurzer Nachtrag quabla 2016-03-10 09:21:06
meine letzten post schrieb ich, ohne nobodys direkt vorausgehenden gelesen zu haben.

quabla 2016-03-10 09:16:40
Erstmal alte kamellen ausgraben und gleich nochmal

WIMRE auf meine Initiative hin wurde damals dann irgendwann das Auswahlfeld "TC erlaubt/verboten" in die Spielerstellung eingefuegt.

Ich finde, nach wie vor und so wie nobody, dass das b=Blocken eines Gegners unter Inkaufnahme eines eigenen crashes toll ist. Sowas zu suchen und zu sehen macht Spass. LEider ist es meist verboten, denn auch ich sehe es als taktischen crash an.

Meine persoenliche Sicht:
1) ein Crash war erzwungen, wenn die Gegner mir alle Felder, die einen crashfreien Weg ermoeglichen blockiert haben.
2) ein Crash war vermeidbar, wenn ich trotz Alternativen einen Weg gewaehlt habe, der unweigerlich in den Crash fuehrt. Dabei ist es egal, ob ich das absichtlich mache, oder mich verklickt oder verzaehlt habe, denn das ist fuer die Gegner eh nicht ersichtlich.
2.1) wenn ich dadurch einen Nachteil habe, also mehr Zuege ins Ziel brauche und gleichzeitig kein Gegner einen Nachteil hat, weil niemand anderes dadurch laenger braucht, dann war das kein taktischer crash (vermutlich verklickt oder verzaehlt).
2.2) Wenn ich dadurch einen Vorteil habe, also weniger Zuege ins Ziel brauche, oder ein Gegner einen Nachteil hat, dann war es ein taktischer crash (egal ob vorsaetzlich oder verklickt).

Fall 1)
Wenn ein crash erzwungen war, dann ist der crash erlaubt und ich darf ohne schlechtes Gewissen das beste draus machen, also je nach Situation den Crash mit full speed durchziehen oder moeglichst lange bremsen. Ich darf erhaltene Checkpoint "behalten", ohne sie neu anzufahren und ich darf in "Kreuzungen" abbiegen (z.B. Karte 28 ohne CPs). Ich finde es reizvoll und legitim, die eigene Fahrweise so auszulegen, dass die Gegner verleitet werden, mich in den crash zu zwingen, oder dass der zufi entscheidet, den Gegner vor mir drankommen und mich crashen zu lassen.

Fall 2.1)
Keine weiteren Massnahmen noetig, denn ich habe ja schon einen Nachteil und hatte mich vermutlich bloss verklickt.

2.2)
Einen erhaltenen Vorteil muss ich wieder abgeben. Ob das nun ein Kringel, ein neu-anfahren eines CPs oder ein Verzoegern solange bis man keinen Vorteil mehr hat (also genau so viele Zuege bis ins Ziel braucht, wie wenn man crashfrei gefahren waere), ist situationsbedingt. ICh wuerde fuer die letztere Variante plaedieren.





Missverstaendnis? nobody 2016-03-10 09:01:34
Ich habe das Gefühl, daß wir teilweise etwas aneinander vorbeireden, wie das bei offline- und email-Diskussionen leider unvermeidbar scheint, daher möchte ich nochmal etwas weiter ausholen.

Erstens, der Begriff „taktischer Crash“ ist sowieso in meinen Augen eher unglücklich gewählt und wird für zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Crashes verwendet, beide vermeidbar. ultimate hat in seinen beiden Beiträgen diese beiden Arten von Crashs ich glaube eher unbewußt definiert und schön gegeneinander abgegrenzt.

Die erste Art ist ein Crash, der die Anzahl meiner Züge ins Ziel verringert. Der „richtet sich gegen den Kartenersteller“ möchte ich mal sagen. Die Intention einer Karte (sofern sie nicht mit dieser Crash-Art im Hinterkopf extra entworfen wurde) ist es, Elemente einzubauen, wo man beschleunigt und solche Teile, wo man wieder bremsen muß. Dieses Bremsen müssen kann man durch einen Crash dann umgehen, wenn man (in Abhängigkeit vom ZZZ) durch den Crash schneller um die Ecken kommt. Diesen Typ möchte ich als Typ A bezeichnen.

So, bevor ich die andere Art Crash beschreibe, gestattet mir einen kleinen Exkurs über die Frage „Wie gewinnt man ein Karopapierrennen?“

Man gewinnt ein Rennen dadurch, daß man für sich selbst Züge findet, die die Auswirkung haben, daß sich die benötigte Anzahl Züge ins Ziel für die Mitspieler verlängert. Wenn mir das gelingt, werde ich erster, wenn nicht, kommen wir alle in derselben Runde ins Ziel. Was zwar bei „Didis Zieleinlauf“ trotzdem in Abhängigkeit der Zufallsreihenfolge in der letzten Runde als „erster“, „zweiter“, usw. benannt wird, in den meisten Rennen mit Wettbewerbscharakter aber (in meinen Augen korrekt und einzig sinnvoll) als unentschieden gewertet wird.

Für solche Züge, die also im ureigensten Sinne genau die richtigen Züge sind, um den Spielzweck zu erreichen, gibt es verschiedene Unterarten: Man kann sich dem Mitspieler in den Weg stellen, so daß er gezwungen ist, weniger zu beschleunigen, oder eher zu bremsen oder einen Umweg einzubauen. Im Extremfall kann ich einen Mitspieler auch zu einem Crash zwingen. Ein Zug, der also dazu führt, daß ein anderer Spieler einen Unfall baut, damit ich schneller als dieser Mitspieler im Ziel bin, ist also ganz normal und im Sinne des Karopapierspiels nicht zu beanstanden.

Die nächste Unterart dieser Gewinnzüge ist nun die, bei der ich selbst auch crashe. Ich wähle also einen Zug, der mich von meiner eigenen Ideallinie abweichen läßt (wir betrachten jetzt NOCH NICHT den komplexen Fall, daß ein Crash natürlich sowohl wie oben beschrieben vom Typ A sein UND einen Mitspieler behindern kann) mit dem einzigen Zweck, die Anzahl der Züge eines Mitspielers so zu verlängern, daß sie sich mehr erhöht als meine (durch den Crash). Im Grunde also genau so ein Zug wie „sich dem Mitspieler in den Weg zu stellen“, um das Rennen zu gewinnen, nur mit dem kleinen Nebeneffekt, daß man, um diesen Zweck zu erreichen, eben einen eigenen Crash in Kauf nimmt. Ist natürlich etwas komplizierter zu planen und es ergibt sich nur sehr, sehr selten die Möglichkeit, einen solchen Crash tatsächlich durchzuführen.

Diese zuletzt beschriebene Art von Crash, die Du, ultimate, sehr schön mit „wenn man dadurch den Weg eines anderen Rennteilnehmers verlängert“ beschrieben hast, ist also eigentlich exakt dasselbe wie sich einem Mitspieler „einfach nur“ in den Weg zu stellen, oder ihn zum Crash zu zwingen, ohne selbst zu crashen (was, wenn man es genau überlegt, eigentlich viel fieser ist als wenn man selbst auch dabei in die Wand brettert) einzig zum Zweck das Spiel zu gewinnen und dafür zu sorgen, daß eben der Mitspieler später dort ankommt als man selber.

Und nun die Frage: Warum sollte man das verbieten? Warum würde man das überhaupt verbieten WOLLEN, ohne gleich ganz jeden Zug zu verbieten, der dafür sorgt, daß die anderen länger ins Ziel brauchen? Solche Crashs möchte ich als Typ B bezeichnen.

Meine Theorie ist nun, daß der heute verwendete Begriff „TC“ ursprünglich Crashes vom Typ A „meinte“, er wurde nämlich zeitlich, wenn ich mich richtig erinnere, um die Einführung des ZZZ herum geschaffen. Das paßt auch. So nach und nach, auch in den Definitionen von Wettbewerben wurde diese im Wiki auch so noch vorhandene Definition von „TC“ umgedeutet, dahingehend, daß sie jeden „nicht erzwungenen Crash“ als TC interpretierte und somit als „böse“ bewertete. Darunter fallen natürlich auch Crashes vom Typ B. Aber wieso sollen solche Züge böse sein, aber Züge, mit denen ich einen Spieler zum Crashen zwinge ohne selbst zu crashen sind nicht böse?? Das verstehe ich nicht. Dafür gibt es keine logische Erklärung, zumindest habe ich keine gefunden.

Damit das Ganze nicht so simpel wird, hier noch ein paar Gedanken: Es kann natürlich, insbesondere bei unkonventionellen Werten für ZZZ vorkommen, daß ein Crash sowohl vom Typ A als auch vom Typ B ist. Da ist es dann Diskussions- und Einigungssache der Rennteilnehmer. Ich habe einen solchen Crash noch nicht gesehen, aber ich spiele auch nicht bei Crazzzy-… Rennen mit, die da vielleicht eher mal solche Situationen schaffen.

Die Beurteilung, ob ein Zug „böse“ ist oder nicht, vom Erfahrungsgrad des Ziehenden zu machen, halte ich für undurchführbar.

Eine weitere Dimension erhalten Crashes vom Typ B bei Mannschaftswettbewerben. Sie werden dann sinnvoll, wenn sich der „Mit-Erste“ des Rennens sozusagen opfert und den anderen „Mit-Ersten“ des gegnerischen Teams so weit zurückwirft, daß ein zweiter und dritter des eigenen Teams vorbeiziehen und so die Mannschaftswertung verbessern können. Ebenso wie beim „normalen“ Crash Typ B halte ich das nicht für verwerflich, sondern eher eine sehr fortgeschrittene Fahrweise.

Ihr seht schon, worauf das hinausläuft:
Crashes vom Typ A würde ich weiterhin als „TC“ im Sinne des Wiki und im Sinne des „TC erlaubt“-Flags betrachten, ABER Crashes vom Typ B würde ich in jedem Fall als erlaubt sehen wollen und unbeeinflußt von der Einstellung des „TC erlaubt“-Flags.

So, vielleicht wurde es jetzt etwas klarer,

[[ wofür man eins S-Bahn-Fahrt nicht alles sinnvoll nutzen kann :-) ]]

Gruß, nobody

Neulingslogik Kindergärtnerin 2016-03-10 00:36:17
Also als naiver Neuling würde ich sagen, TCs sind solche, die hätten vermieden werden können, also mit Absicht gemacht wurden. Übrigens unabhängig davon, ob dieser TC mir nun einen Vorteil irgendeiner Art verschafft oder nicht - schließlich führt ja nicht jede Taktik zum Erfolg ;o)

Ob ich nu einfach zu doof war, den Crash zu sehen, oder in bewusst gemacht habe, weiß dann natürlich erst mal nur ich... Wobei mit steigender Karospielerfahrung davon ausgegangen werden darf, dass das Fahrkönnen (und damit die Vermeidbarkeit von Dussel-Crashs) ansteigt.

Kurz: Neulingen lässt man so ziemlich alles als Nicht-TC durchgehen, Althasen so ziemlich nichts mehr. Fände ich intuitiv fair :o)

Nachtrag: aristarch 2016-03-09 23:36:38
Doch, einen Punkt wird es immer geben, über den es zwei verschiednene Meinungen gibt:

wenn ich Crashen MUSS, aber dadurch einen Vorteil erziele, darf ich dann den Vorteil nutzen?

In die KaroIQ-Regeln schrieb ich hier ein "ja", weil ich denke, dass das die einzige eindeutige Definition ist.  Ich verstehe aber, wenn jemand gefühlsmässig eher "nein" sagt.

Aber diese Diskussion geht in eine andere Richtung als die von Nobody vorgegebene.

ulli 2016-03-09 23:34:33
Man muss mehrere Situtaionen unterscheiden:

Werde ich zum Crash gezwungen ist dieser niemals taktisch, auch wenn ich dadurch einen Vorteil habe. Es gibt hier und da von einigen Spielern die Meinung dass in so einem Fall der Crash immer ein Nachteil sein *muss*, dass man als Crashender also notfalls in einer Art Selbstkasteiung sicherzustellen hat, dass man einen Nachteil hat und sei es durch kringeln. Das halte ich für totale Grütze. Wenn ich jemanden zum Crash zwinge muss ich schon selber mal nachzählen ob er dadurch wirklich einen Nachteil hat. Wenn nicht war ich halt zu doof.

Was anderes ist es wenn es ein nicht erzwungener Crash ist. Wenn man dadurch einen Nachteil hat war man zu blöd und der Crash war nicht taktisch.
Schwierig wird es wenn man einen Vorteil hat. Da wir alle (mit Ausnahme der Bots) keine Maschinen sind, kann das schon mal passieren, dass man sich verzählt und crasht und hinterher einen Vorteil hat. Das ist nach meiner Erfahrung aber wirklich sehr selten. Normalerweise klärt man eine solche Situation im Bordfunk. Reagiert der betreffende Spieler nicht, wirft das ein schlechtes Licht auf ihn und der Verdacht eines unerlaubten taktischen Crashs liegt nahe. Reagiert der Spieler, können Sanktionsmaßnahmen abgesprochen werden, die häufig auch in "na lassen wir mal durchgehen" münden.



aristarch 2016-03-09 23:29:31
Ich verstehe die Frage nicht so recht: wenn du crashst, um den Gegner zu behindern, dann ist das ein lupenreiner taktischer Crash. Was soll es denn sonst sein? Und wenn im Spiel rechts oben "taktischer Crash nicht erlaubt" steht, dann ist deine Frage beantwortet.
  
Dein Hintertürchen, dass möglicherweise die Zahl deiner Züge durch den Crash nicht kleiner wird, und dass es ja dann streng genommen kein Vorteil ist ... puuuh. Nein, da kann ich nicht folgen, das widerspricht meiner Logik.

Ganz allgemein:
Ich fand den Begriff "taktischer Crash" schon immer etwas unglücklich.
Intuitiver finde ich die beiden Möglichkeiten:

"Crashen ist erlaubt" und "Crashen ist nicht erlaubt".
Damit ist eigentlich alles klar, und wenn ich da konsequent weiter denke komme ich bei den Regeln heraus, die ich irgendwann mal in den KaroIQ geschrieben habe.
Bei versehentlichen Verklickern kann man dann noch gucken, ob es einen Vorteil gab oder nicht, und gegebenenfalls auf eine Strafe verzichten. Ansonsten gibt es nichts zu diskutieren, glaube ich.



Weltraumratte 2016-03-09 22:42:47
Ein taktischer crash ist m.E. nach ein vermeidbarer Crash, egal aus welchem Grund.
Schwer es gegen einen verklicker zu rechnen, aber entweder der crash ist durch Fremdverschulden nicht möglich oder es ist sofern kein eindeutiger Fahrfehler vorlag ein Tc

Ergänzung ultimate 2016-03-09 22:37:45
... oder man dadurch den Weg eines anderen Rennteilnehmers verlängert...

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